Kindle – Zukunft oder SchnickSchnack ?

Genau diese Frage habe ich mir lange Zeit gestellt…

Der Kauf wurde mir dann letztendlich aus den Händen genommen, da ein Freund mir eines zu meinem 21. Geburtstag geschenkt hat.

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In einer kleinen unauffälligen Schachtel war mein Kindle – Paperwhite verpackt. Dabei war ein USB- Kabel und leider etwas enttäuschend, kein Adapter für die Steckdose. Aber gut, für den Preis von knapp 120 € vielleicht nicht anders zu erwarten.

Die Einrichtung: Da ich bereits eine sehr enthusiastische Amazon-Käuferin bin habe ich dort schon ein Konto eingerichtet gehabt. Das Kindle besitzt mittig unten einen Knopf, neben dem Steckplatz zum Aufladen, da kann man das Gerät ein und ausschalten.

Dann ist man ratz-fatz durch das Menü zum Einrichten des Gerätes. Anmelden an das W-Lan, Anmeldung bei Amazon und schon kann es losgehen. Kleine Tipps erleichtern das anfänglich etwas verwirrende Menü. Da ich zum Beispiel die Bedienung von Apple gewohnt bin, ist das eine kleine Umstellung und das Kindle hat natürlich nicht so viele Features.

Jetzt komme ich erst einmal zu den Argumenten die mich dann doch von dem „dünnsten Buch der Welt“ überzeugt haben, denn ich bin wirklich ein Fan von dicken Schinken, das Stöbern durch die Stadt-Bibliothek und vor allem von meinem großen Bücherregal.

Dazu kommt noch das Gefühl im Winter, bei einer Tasse Tee und der Lieblings-Flausch-Decke eingemummelt im viel zu dunklen Schein der Nachttischlampe im Buch zu versinken. Aber Hey, gerade ist die Hitze-Welle bei uns und da ist so ein kleines, leichtes „Buch“ schnell in der Hand- oder Badetasche verschwunden.

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Und da bin ich schon beim ersten Vorteil. Der Kindle ist leicht, klein und vor allem super zum Reisen. Nie wieder vollgestopfte Koffer!

Da ich den Kindle inzwischen 4 Monate ausgiebig genutzt habe, kann ich auch zur Akkulaufzeit nur Gutes berichten. Ich habe das Gerät sage und schreibe 3 mal voll aufgeladen !!!!! Selbst bei einem Stand von 1% und der Panik, es könnte sich jede Sekunde ausschalten, hält es noch locker 2-3 Stunden. Zwar liest es sich dann nicht mehr ganz so entspannt aber es funktioniert.

Viele fragen sich, ob es anstrengender ist auf einem elektronischen Gerät zu lesen, als in einem normalen Buch. Die Antwort ? Nein. Da das Bild nicht spiegelt und sonst auch sehr minimalistisch aufgebaut ist, hat man auch über mehrere Stunden ein angenehmes Gefühl. Sogar die Helligkeit kann geregelt werden um sich jedem Lichtverhältnis anzupassen. Genau wie die Schriftgröße ist dies  über ein einfaches Menü aufrufbar. Da ich auch wirklich mal 5 Stunden am Stück ein Buch nicht aus der Hand legen kann muss ich nochmal sagen, dass das Gewicht auch da total praktisch ist.

Das einzige Manko ist am Anfang die Handhabung um nicht versehentlich auf die nächste Seite zu blättern. Dies geht nämlich schon mit einem einfachen Fingerdruck. Aber auch da findet man nach einiger Übung den richtigen Umgang.

Übrigens kann man seinem Kindle einen lustigen Namen geben, wie für ein Buch halt.

Leider hat mein Kindle keine Funktion für Internet oder Email. Das kann man positiv oder negativ sehen. Manchmal wäre es praktisch, jedoch ist die etwas träge reagierende Tastatur dafür eh nicht geeignet und ich finde es auch mal schön von der Außenwelt abgekapselt in die ganz eigene Welt zu versinken, ohne das einem das typische Pling oder der Banner einer Mail aus den Gedanken reißt.

Was jedoch widerrum wirklich super praktisch ist, ist die Kindle App für das Smartphone. Dort kann man sich die Bücher, die sich auf dem Kindle befinden, auf das Smartphone laden, die App erkennt an welcher Stelle man aufgehört hat zu lesen und wechselt an diese Stelle. Andersrum klappt dies, zumindestens bei mir, aber leider nicht.

Als letzten Punkt möchte ich noch etwas über die Bücher für das Kindle erzählen. Die sind vom Preis meist nur 1-2 Euro günstiger. Was ich manchmal sehr schade finde, denn da überlege ich mir schon ob ich nicht lieber das richtige Buch lese. Das dauert zwar 2-3 Tage bis es bei mir ankommt, aber meist ohne Versandkosten. Der einzige Vorteil für Viel-Leser ist die Unlimited-Funktion. Das heißt, ich schließe ein Abo bei Amazon ab (Kostet ca. 7 € im Monat) und ich kann alle Bücher die sich in der Bibliothek befinden, einfach auf mein Gerät laden.Das beschränkt sich aber auch auf 10 Stück, hat man die Anzahl erreicht muss man ein anderes zurückgeben. Klingt zuerst super, 7 Euro und dafür alles und so viel lesen wie man möchte ? Leider nein, sehr viele Bücher gibt es dort nur in Englisch und  die in Deutsch sind, sind keine Bestseller bzw. klingen die Titel todlangweilig. Wenn man aber Zeit zum Stöbern hat entdeckt man doch hin und wieder ein paar Knaller. Je nach Genre oder Interesse kann man Unlimited nutzen, oder eben auch nicht.

Ich bin auf jeden Fall froh meinen kleinen Begleiter für den Alltag, Urlaub oder am See gefunden zu haben, werde aber trotzdem die besten Schätze weiterhin in meinem Regal stehen haben.

5 Gedanken zu “Kindle – Zukunft oder SchnickSchnack ?

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