Hund – Ja oder Nein ? 

Wenn man sich ein Haustier kaufen möchte, egal ob Hund, Katze oder Maus, sollte man sich davor einige Gedanken darüber machen. Die Freude ist riesig man will unbedingt !!!! Aber tut man dem Tier damit auch etwas Gutes ? Schließlich will man ja auch, das es dem neuen Begleiter gut geht.

Viele überstürzen diese Entscheidung, deshalb möchte ich hier einiges aufzählen was ich mir vor Augen gehalten habe.

Zuallererst sollte man sich natürlich klar sein, welches Tierchen zu einem passt.

Eine Katze oder Maus ist natürlich viel viel weniger Arbeit als ein Hund. Trotzdem entscheiden sich viele dafür. Was man davor aber abklären sollte seht ihr hier:

1. Einen Hund kann man nicht jeden Tag zuhause lassen, deshalb sollte man davor abklären ob er mit in die Arbeit darf. Für 1-2 Stunden ist es aber bei vielen kein Problem, am Anfang muss der Kleine sich aber langsam daran gewöhnen.

2. Wenn ihr in einer Wohnung lebt, fragt erstmal euren Vermieter, ob es erlaubt ist ein Tier zu halten. Oft steht dies aber auch in einem Mietvertrag.

3. Was mache ich mit dem Hund wenn ich verreise ? Da gibt es 2 Möglichkeiten, einmal mitnehmen, oder abgeben. Am besten ist es, wenn die Familie oder enge Freunde zustimmen ihn mal einige Tage zu übernehmen. Das ihr dann keine 5 Wochen verreisen könnt, muss euch aber auch klar sein.

4. Die Kosten: Man glaubt es nicht, aber ein Hund kostet Geld! Und nein, nicht nur Futter (bis zu 50 Euro im Monat) sondern auch beim Tierarzt wegen Impfungen oder anderen Krankheiten. Ein Hund kann eine Allergie haben, da können die Kosten in ungeahnte Höhen schnellen. Achso, und nicht zu vergessen, die Anschaffungskosten. Vom Züchter kostet ein Welpe mal schnell 1000 Euro. Dazu braucht man dann ja noch allerlei Zeug. Ein Körbchen, Spielzeug, Leine, Halsband, Kotbeutel….

5. Es ist nicht immer nur witzig, sondern es steckt auch viel Arbeit dahinter. Das ist vielen gar nicht so klar, aber ein Hund muss öfter am Tag Pipi, man muss jeden Tag spazieren gehen. Muss seinen Alltag ein wenig an ihn anpassen. Und der kleine Racker muss auch im Winter oder bei Regen raus. Nicht immer lustig…

6. Und weil ich oben die Kotbeutel erwähnt habe, wenn euer kleine Racker „Puhpuh“ gemacht hat, muss das aufgesammelt werden! Nicht immer schön.

7. Hundeschule besuchen. Ein Hund muss schließlich erzogen werden. Das kostet auch wieder Zeit, Geduld und Geld. Vorallem bei jungen Hunden braucht man mehr als nur ein bisschen Geduld! Kein Tier kann nach einer Woche 10 Tricks oder Befehle, das kann auch mal deprimierend sein.

Und Nein, ich wollte es euch damit nicht „madig“ reden. Ein Begleiter fürs Leben ist schließlich auch etwas sehr schönes. 🙂

Trotzdem soll mein Beitrag dazu da sein, einfach mal in sich zu gehen und nochmal darüber nachzudenken.

Ich habe die Entscheidung nie bereut und wir sind bereits ein tolles Team geworden.


  

7 Gedanken zu “Hund – Ja oder Nein ? 

  1. Das ist genau der Grund, warum ich mir kein Haustier zulege. Dem Tier würde es bei mir nicht gut gehen, ich hätte nicht die Zeit und die Nerven dafür und WENN Haustier dann nicht mitten in Wien. Am Land gehts ja, wenn man vorzugsweise ein Bisserl Grund hat, wo sich Hund/ Katze auch mal selber ein Stück weit ausführen kann, aber in ner kleinen Wohnung mitten in der Einkaufsstraße?
    Deswegen hab ich damals meine beiden Katzen bei meiner Mutter gelassen, als ich nach Hamburg zog, bei ihr hatten sie ausreichend eigenes Revier drinnen und draußen, in der knapp 50 Quadratmeter Wohnung hätten sie einfach nur gelitten.
    Man kanns aber natürlich auch so machen wie meine Großmutter mit allen ihren Hunden – Tier anschaffen, Arbeiten auf Familie verteilen (nein, wir wurden vorher nicht gefragt) selber höchstens einmal am Tag mit ihm raus und ansonsten nur damit kuscheln und ihm Zeug füttern, das es nicht verträgt (diese Sackerl fürs Gackerl sind bei Durchfall ganz genau sinnlos *schauder* da kommen Erinnerungen hoch…).

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  2. Wenn sich diese Ratschläge jeder durch den Kopf gehen lassen würde, der sich einen Hund anschaffen will, gäbe es weniger abgegeben Hunde im Tierheim. Leider habe ich schon oft genug miterlebt, wie Menschen ihren Hund wieder zurück gegeben haben…weil sie ja – welche Überraschung – auch Arbeit bedeuten. Vor allem wenn sie noch klein sind.

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  3. Nach mehr als 14 Jahren mussten wir unseren Hund vor 10 Wochen von seiner schweren Krankheit erlösen. Die Tierärztin kam zu uns ins Haus, es war für uns ein sehr schmerzhafter Abschied, auch wenn wir uns aus Liebe zu unserem Hund dazu durchgerungen haben. Er hat ein Stück aus unseren Herzen mitgenommen.
    Wir hatten 14 wunderbare Jahre mit ihm und möchten keinen Tag missen.

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    1. 14 Jahre sind wirklich eine lange Zeit ! Mein Beileid ! Mein kleiner ist mir nach so kurzer Zeit auch schon total ans Herz gewachsen 🙂

      Vielen Dank auch an alle anderen tollen Kommentare für meinen Beitrag ❤️ ich freue mich sehr darüber !

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  4. Ich finde Deinen Beitrag super! 😀 Leider landen viel zu viele unüberlegt angeschaffte Hunde im Tierschutz… Einen Hund zu halten bedeutet auch eine große Verantwortung zu übernehmen. Der Hund läßt Dich nie im Stich, leider kann man das von manchen Menschen nicht behaupten.
    LG Susanne

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  5. Meine Hunde brauchen und bekommen viel Zeit und kosten seeeeehr viel Geld, zumindest einer, bedingt durch Krankheit. Wer da wenig verdient kann wirklich schnell an seine Grenzen kommen.
    Trotzdem würde ich mich immer wieder so entscheiden, meine Hunde sind mein ein und alles und ein Leben ohne Hund käme für mich nicht in Frage.

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